Da habe ich dann wohl etwas missverstanden.
Deine Hände an meiner Wage,
deine Beine zwischen meinen,
deine Augen überall nur nicht bei dir.
Ich dachte das sei mehr
als nur ein versehentlich wild gewordene Affäre
mehr als eine falsch abgebogene Straße,
mehr als nur ein durch zu viel Regen verwucherte Rose,
mehr als ein halb zu Ende geschriebener Roman.
Aber es ist ok.
Man kann sich mal verrennen.
In einer falsch abgebogenen Straße
an einem verregneten Sonntag Nachmittag
an mit Rosen verwilderten Gärten vorbei
klitschnass mit dem Buch in der Hand,
dessen Seiten sich nicht mehr aufschlagen lassen.
Das ist ok,
schließlich ist es ja nur ein Tag.
Und ich gehe den Weg weiter
durch den Regen und an den Gärten vorbei
bis zum Sonnenaufgang morgen werde ich laufen.
Bis ich jemanden finde,
dessen Hände so schön an meine Wange passen,
dessen Beine so schön zwischen meinen verweilen,
dessen Augen so bewundernd auf mir ruhe
wie deine.
Und dessen ganze Liebe
nicht so unfassbar missverständlich ist.

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