für mich

ich sehe dich,

wie du dort neben dir stehst

tränenüberströmt

sehe ich in dein Gesicht
der letzte ton verstummt
ich sehe deine Augen
höre deine stimme
merke dass etwas nicht stimmt
das Bett ist verwühlt
die vorhänge noch zu
süße schwebt im raum
die Tür erst gerade zu
in jedem deiner blicke
seh ich konstante Verzweiflung
jedem deiner schritte
höre ich Wörter die dir leid tun
die Fassung fällt aus meinem Gesicht
während du zu mir sprichst
mein lachen entschwindet
während sich mein herz erschrickt
wie konntest du nur
ist der einzige Gedanke
wie war das nur möglich
meine Wahrheit die wankelt
traurig, böse, ruhig und wütend
blicke ich in dein Gesicht
stimmen werden immer lauter
wer du eigentlich bist
ich drehe mich um
spüre deine hand
dein warmen traurigen Atem
an meinem bitterkalten arm
ein letzter blick
die letzte träne
wisch
ich aus meim Gesicht
fang an es zu begreifen
gab zu viel Trauer schon um dich
jetzt ist endlich einfach wieder
nur noch zeit für mich

Mein sicherer Hafen

es ist still
es ist still und die ganze welt weint
während draußen der Mond aufgeht
sitze ich hier alleine im Bett
das piepen im Ohr ist nicht zu überhören
das grölen der Vogel nicht zu ertragen
lärm ist das einzige was den Raum füllt
während ich in mein Bettkissen schlage
wie sehr doch hatte ich gehofft
wie viel doch hat ich aufgegeben
es ist schwer zu begreifen
schwer zu verstehen
dass das alles nun ein ende hat
schmerz liegt auf meiner Seele
Trauer sieht man in meinen Augen
die summe aus allem
macht es so unfassbar schwer
macht es unmöglich mich weiter zu tragen
ich hatte vertraut
hatte geliebt
hatte gedacht
dass du der einzige bist
der wartet auf mich
am ende der welt
ich sehe die stille
ich spüre das Meer
ich höre die Hoffnung
der tag ist so dunkel
viel schlimmer als gedacht
es ist schwierig zu glauben
dass es einfach so bleibt
schwierig zu glauben
dass es je anders war
ich schau auf mein bett
weiße wellen schlagen
ich bin müde so geh ich
in meinen sicheren hafen.