Glück

Wenn man mich fragen würde, was ich als den übergeordneten Sinn meines Lebens sehen würde, würde ich vermutlich antworten glücklich zu sein. Und ich bin sicher nicht die einzige, die so antworten würde. Wie mir, geht es vermutlich fast jedem da draußen. Glück mag für jeden etwas anderes bedeuten, doch es ist meist das, worum sich alle zu tummeln scheinen.

Nun ist es so, dass Glück häufig nicht vom Himmel gefallen kommt. Sondern, dass man etwas dafür tun muss, um glücklich zu werden. Doch darum soll es heute nicht gehen. Dies hier ist kein Ratgeber zum glücklich werden. Sondern eher einer zum glücklich bleiben. Denn die Frage, die sich kaum jemand stellt ist

‚Was mache ich mit meinem Glück, wenn ich es endlich in den Händen halte?‘

Viel schwierige als glücklich werden, ist nämlich eigentlich sein Glück zu halten. Denn was soll man tun, wenn die Parabel den Höhepunkt schon erreicht hat? Nach unten gucken und auf den Absturz warten? Wohl eher nicht.

Ich bin auf diese Frage gestoßen, schlicht und ergreifend weil sie mich gerade betrifft. Ich bin glücklich wie lange nicht mehr. Herzlichen Glückwunsch könnte man mir jetzt sagen. Doch glaub mir. Glücklich sein ist manchmal alles andere als einfach. Denn manchmal scheint das Ziel verloren zu sein. Wenn das höchstmögliche aller Gefühle das Glück ist, was soll man dann tun, wenn man dieses erreicht hat? Versuchen es zu halten. Definitiv. Ich denke, da sind sich alle einig.

Ich habe für mich persönlich einen Weg gefunden, mein Glück noch mehr genießen zu können. Mir dessen bewusst zu sein. Es mit allen Zügen zu leben. Und zwar indem ich mir bewusst mache, dass es eben nicht immer so bleiben wird. Im Leben gibt es Höhen und Tiefen. Es ist schlicht und ergreifend nicht möglich immer und überall glücklich zu sein. Es ist nicht nur nicht möglich, sondern auch nicht nötig. Denn was wäre das Licht ohne den Schatten, nicht wahr? Sicherlich sollte man die glückliche Zeit genießen, die man durchlebt. Doch um sie wirklich wertzuschätzen, kann es helfen, sich vor Augen zu führen, dass auch andere Zeiten kommen werden. Zu wissen, dass der Parabelflug eben nicht nur in Richtung Horizont geht.

Und so kann es länger halten. Das Glück. Denn was fallen gelassen werden kann, hält man bekanntlich gerne schonmal fester in den Händen.

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